Den Vermesser bestellt und über die Heizung (Sole-Wasser-Wärmepumpe) diskutiert.

In Allgemein, Bauunternehmer, Kosten by S. Seiler6 Comments

Auch wenn Herr R. uns mitteilte, dass wir uns nun zunächst einmal in Geduld üben müssten bis die Firma Neesen uns wieder in die weitere Planung einbeziehen kann (es werden nun Anträge für die KfW-Bank, sowie die ersten Bauentwürfe angefertigt), konnte ich doch schon den Vermesser, das Büro Bromorzki aus Lünen beauftragen die nun notwendige Vermessungstätigkeiten durchzuführen. Bei diesen Tätigkeiten handelt es sich um die Anfertigung des Lageplanes zum Bauantrag aus Basis einer örtlicher Aufnahme und anhand der vorhandenen Kanalsituation, sowie die Abstandsflächen-  GRZ- und GFZ-Berechnung. Damit die Firma Neesen nach sechs Wochen wie vertraglich vereinbart den Bauantrag einreicht war es erforderlich, dass wir möglichst kurzfristig den Vermesser beauftragen, was damit nun geschehen ist.

Ferner habe ich mit der Firma Stork Haustechnik Kontakt aufgenommen um die Heizungsanlage zu besprechen. Gerne hätte ich eine Sole-Wasser-Wärmepumpe – aber nicht zu jedem Preis.

Meine grobe Amortisationsrechnung ergab, dass die Anschaffung einer Tecalor TTF5 oder alternativ einer Tecalor TTF7 sich mit der aktuellen Förderung des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) finanziell rentieren könnte. Die Betonung liegt auf „kann“, da viele Unbekannte in die Berechnung eingehen:

  • Wie entwickelt sich der Gaspreis?
  • Wie entwickelt sich der Strompreis?
  • Wie hoch ist unser tatsächlicher Heizbedarf im neuen Haus?
  • Wie hoch sind die exakten Investitionskosten?
  • Bauen wir den Dachboden später aus und wird dort dann auch eine Fußbodenheizung benötigt?
  • Wie lange „hält“ so eine Sole-Wasser-Wärmepumpe / Gastherme eigentlich?
  • Wie viel Geld spart man durch den eingesparten Gasanschluss und den nicht mehr benötigten Kamin?
  • Wie hoch sind die zu erwartenden Wartungskosten in den nächsten Jahren? usw. usw.

Insgesamt eine Gleichung mit zu vielen Veränderlichen um sie eindeutig lösen zu können. Als Grundlage für die Berechnung habe ich dann die statistische Preisentwicklung für den Gas- und Strompreis, sowie Referenzwerte für Heizbedarf, Wartungskosten sowie den MTBF für die Komponenten heran gezogen. Ein knappes Rennen für die Gastherme, wäre da nicht die aktuelle Förderung des BAFA für das „Heizen mit effizienten Wärmepumpen“.

Die Förderung würde in meinem Fall 4.500 EUR zurück in die leere Bauherren-Geldbörse spülen und damit dürfte sich die Tecalor TTF 7 in ca. 12-15 Jahren amotisieren. Sobald allerdings eine TTF 10 aufgrund des berechneten Heizbedarfs notwendig wird, wäre ein Aufpreis fällig, der die Amotisierungsrechnung dann deutlich zugunsten der Gastherme ausfallen lässt. Damit ist die TTF 10 für unser Bauvorhaben (aller Voraussicht nach) als unwirtschaftlich zu bezeichnen.

Mein Ziel war es also möglichst frühzeitig mit der Firma Stork in die Diskussion zu gehen, damit keine Missverständnisse entstehen hinsichtlich der aus Preis-Leistungsssicht „richtigen“ Heizung für das neue Haus. Sollte die Wärmebedarfsberechnung ergeben, dass eine TTF 10 notwendig sein wird, so werden wir bei einer Gastherme bleiben. Allerdings haben wir damit dann schon einen guten Teil der Garagenkosten „eingespart“; eben den Aufpreis von der Gastherme zur TTF 7. Die Firma Stork stellte uns in Aussicht, dass die TTF 7 eventuell (ganz knapp!) ausreichendend dimensioniert sein könnte. Genau Aussagen sind aber erst möglich, wenn alle Berechnungen durchgeführt wurden und der Wärmebedarf exakt ermittelt ist. Es bleibt also spannend, wie es mit der Heizung weitergeht.

Weitere Informationen zur BAFA-Förderung und zu den Grundvoraussetzungen für eine Förderung, wie z.B., dass die Jahresarbeitszahl (JAZ) bei Wohngebäuden bei mind. 3,8 liegen muss oder die angeschaffte Wärmepumpe einen Prüfnachweis eines unabhängigen Prüfinstituts aufweisen muss, finden Sie auf den Seiten des BAFA.

 

 

 

 

Comments

  1. Hallo, momentan habe ich auch noch eine Ölheizung, welche auch sehr effizient arbeitet. Aber Sie haben ja schon sehr gute Fragen im Blogbeitrag gestellt. Deshalb überlege ich schon länger über eine Heizungssystem nach. Bei mir würde auch eine Wärmepumpe in Frage kommen. Haben Sie schon einmal über eine Wärmepumpe mit Solaranlage Gedanken gemacht? Dies soll ja auch eine sehr gute Kombination sein.

    1. Author

      Danke für den Kommentar.
      Eine Solaranlage zur Wärmepumpe macht denke ich nur Sinn, wenn eine Hausbatterie dazu kommt, die über ausreichend Kapazität verfügt um auch in den Wintermonaten den Strombedarf weitestgehend in den Abend- / Nachtstunden zu decken. Dafür bräuchte man allerdings dann viele Kollektoren auf dem Dach und ob sich dies dann jemals amortisieren wird halte ich für fraglich.

  2. Bitte weitere Informationen zu diesem Thema! Wir planen auch eventuell auf eine Wärmepumpe umzusteigen und ich finde kaum relevante Informationen dazu.

    1. Author

      Schön, wenn Sie das Thema interessiert und die bereitgestellten Informationen Ihnen helfen können.

  3. Guten Tag, auch wir werden uns demnächst mit diesem Thema ausführlich beschäftigen. Erste Recherchen ergaben dass die JAZ mindestens 4.0 sein muss damit es sich rechnet. Mit einer Luft Wasser Wärmepumpe ist das nicht möglich.
    Statt aus den genannten Gründen zur Solaranlage zur Stromerzeugung zu greifen, beschäftige ich mich mit dem Thema Solarthermie.

    Herr Seiler, worauf ist es bei Ihnen nun hinausgelaufen

    Gruß

    1. Author

      Es ist die Tecalor TTF 07 cool geworden. Und eine Vorbereitung auf Photovoltaik. Wenn die Hausbatterien weiter im Preis gesunken sind wird nachgerüstet.

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